Der schwere Maschinensatz A erzeugte Strom dort, wo kein Stromnetz zur Verfügung stand. Ein Benzinmotor trieb einen Generator an. Das ist eine Maschine, die aus der Bewegung des Motors elektrische Energie gewinnt. Damit konnten elektrische Geräte unabhängig von einem festen Stromanschluss betrieben werden.
Das Aggregat ließ sich auf einem Anhänger transportieren. So konnte die Stromversorgung an einen anderen Einsatzort gebracht werden.
Über zusätzliche Ladegeräte konnten auch Akkus geladen werden. In den damaligen Unterlagen wurden Akkus als „Sammler“ bezeichnet.
Maschinensatz C
Der Maschinensatz C war ein kleines Stromaggregat mit Benzinmotor. Es gab verschiedene Ausführungen für die Stromversorgung von Nachrichtengeräten und zum Laden von Akkus. Der Motor trieb einen Generator an, der den elektrischen Strom erzeugte.
Die Ausführung zum Laden von Akkus hieß Lademaschinensatz C. Sie besaß einen Gleichstromgenerator mit der Bezeichnung LG 650. Als Antrieb diente ein luftgekühlter Zweitaktmotor. Er lief mit einem Gemisch aus Benzin und Öl.
Die verschiedenen Ausführungen hatten unterschiedliche elektrische Leistungen und Spannungen. Deshalb lassen sich die technischen Daten einer Ausführung nicht auf alle Geräte mit der Bezeichnung C übertragen.
TFb1
Das TFb1 ermöglichte ein zusätzliches Telefongespräch über eine vorhandene Telefonleitung. So konnte dieselbe Leitung gleichzeitig für das gewöhnliche Gespräch und für ein weiteres Gespräch genutzt werden.
Dazu veränderte das Gerät das elektrische Sprachsignal und verschob es in einen höheren Frequenzbereich. Am anderen Ende der Leitung machte ein zweites Gerät daraus wieder ein hörbares Gespräch. Filter trennten die beiden Gespräche voneinander.
Dieses Verfahren heißt Trägerfrequenztechnik. Beim TFb1 lag die Trägerfrequenz bei 5,5 Kilohertz. Das Gerät nutzte den Frequenzbereich von 3,5 bis 7,5 Kilohertz.
Verstärker 38 (V38)
Der Verstärker 38 verstärkte elektrische Sprachsignale auf Telefonleitungen. Auf dem Weg durch eine lange Leitung werden diese Signale schwächer. Der Verstärker hob ihre Stärke wieder an und ermöglichte dadurch Gespräche über größere Entfernungen.
Das Gerät arbeitete mit Elektronenröhren. Seine Stromversorgung erfolgte über 12-Volt-Akkus. Ein zusätzliches Gerät erzeugte daraus die höhere Spannung, die die Röhren benötigten.
Die Verstärkung musste zur jeweiligen Leitung passen. Dazu wurde gemessen, wie stark die Leitung das Signal abschwächte. Eine feste Reichweite lässt sich deshalb nicht angeben: Sie hing unter anderem von der Leitung und den eingesetzten Verstärkern ab.
MEK 8
Das MEK 8 war eine Anlage von AEG, mit der bis zu acht Telefongespräche gleichzeitig über ein Leitungspaar übertragen werden konnten. Ein Leitungspaar besteht aus zwei zusammengehörigen Drähten. Für die einzelnen Gespräche mussten dadurch keine acht getrennten Leitungspaare verlegt werden.
Die Anlage nutzte Trägerfrequenztechnik. Jedes Gespräch erhielt einen eigenen Übertragungskanal in einem anderen Frequenzbereich. Alle Kanäle wurden gemeinsam über die Leitung geschickt.
Am anderen Ende trennte die Empfangsanlage die Kanäle wieder voneinander und wandelte die Signale zurück. So konnten die Teilnehmer ihre Gespräche unabhängig voneinander führen.
Klappenschrank
Der Klappenschrank war eine von Hand bediente Telefonvermittlung. An die hier beschriebene Ausführung konnten zehn Telefonleitungen angeschlossen werden. Eine Person in der Vermittlung stellte die gewünschten Verbindungen her.
Ein eingehender Anruf wurde durch eine herunterfallende Klappe angezeigt. Die Person in der Vermittlung nahm den Anruf entgegen, fragte nach dem gewünschten Anschluss und verband die Leitungen mit Steckverbindungen.
Nach dem Gespräch wurde die Verbindung wieder getrennt. Die Leitungen standen dann für neue Gespräche zur Verfügung. Eine automatische Wahl wie beim heutigen Telefon gab es hier nicht.
Kabelmesswagen
Der Kabelmesswagen war ein Fahrzeug mit Messgeräten zur Prüfung von Nachrichtenleitungen. Mit seiner Ausrüstung konnten Leitungen untersucht und Fehler eingegrenzt werden. Eine solche Ausführung war der Kabelmesswagen Kfz. 61 auf einem Einheitsfahrgestell.
Bei der Prüfung wurde untersucht, ob die elektrischen Verbindungen in Ordnung waren und ob die Isolierung der Leitungen ausreichend schützte. Schäden an der Isolierung können dazu führen, dass Strom unerwünschte Wege nimmt und die Verbindung gestört wird.
Die Messgeräte wurden mit den zu prüfenden Leitungen verbunden. Die Ergebnisse halfen dabei, Störungen zu finden und Reparaturen vorzubereiten. Der Wagen brachte die dafür benötigte Ausrüstung zum Einsatzort.
Messplatz
An einem Messplatz wurden Nachrichtenleitungen und die übertragenen Signale geprüft. Dazu dienten mehrere Messgeräte. Ein Pegelsender erzeugte ein Prüfsignal mit bekannter Stärke. Ein Pegelmesser zeigte an, wie stark dieses Signal am Messpunkt ankam. Mit „Pegel“ ist hier die Signalstärke gemeint.
Durch den Vergleich ließ sich feststellen, wie stark eine Leitung das Signal abschwächte. Solche Messungen halfen dabei, die Übertragung zu prüfen und Verstärker passend einzustellen.
Für weitere elektrische Prüfungen gab es den Feldprüfschrank 35. Er enthielt Messgeräte für Spannung und Widerstand. Er konnte zusammen mit dem Feldklinkenumschalter, einer Vermittlungseinrichtung, oder als eigenständiges Prüfgerät verwendet werden.